Der Sitzsack – Das Kultobjekt ist zurück!

Entwickelt wurde der Sitzsack in den 1960er Jahren von drei Architekten aus Italien. Piero Gatti, Cesare Paolini und Franco Teodoro hatten die Idee ein Sitzmöbel zu entwerfen, das in seiner Konsistenz Schnee gleicht. Durch auflagerndes Gewicht ballt sich Kleinmaterial aus Schaumpolystyrol zu einer Art Polster zusammen und verfestigt. Dieses Polster formt sich bei jeder einzelnen Nutzung neu und hängt von Gewicht und Statur des Sitzenden ab. Dadurch ist auch die Sitzfläche einstellbar und passt sich dem Nutzer an. Er ist birnenförmig und von etwa einem Meter Höhe. Die Hülle, die die Schaumstoffkugeln zusammenhält, ist meist weich, aus Leder oder Stoff und circa zu zwei Dritteln gefüllt.

Aufgrund seiner dadurch gegebenen elastischen Eigenschaften passt er außerdem seine Form dem Nutzer und seiner Sitzposition immer wieder aufs Neue an. Somit ist er in seiner Art mit einem Wasserbett zu vergleichen. Dadurch erlaubt der Sitzsack sowohl gerades Sitzen als auch variable schräge Positionen. Diese Flexibilität ist äußerst rückenschonend und beugt Verspannungen vor.

Er hielt seither und in den 1990er Jahren wieder vermehrt weltweit in Wohnzimmern Einzug und ist in seiner Verwendung einem Sessel gleichzusetzen. Je nach Geschmack ist er in verschiedenen Farben erhältlich. Auch für Kinder gibt es dementsprechende Motive. Durch das leichte Füllmaterial ist er einfach zu transportieren und schnell verrückbar. Verliert der Sitzsack mit der Zeit an Form, so kann das Innenfutter ersetzt werden.